Erfahren Sie, wie Sie Ihre lokale und externe IP-Adresse am Mac über Systemeinstellungen, Netzwerk oder Terminal schnell und unkompliziert herausfinden.

Auf dem Mac lässt sich die IP-Adresse in wenigen Sekunden über die Systemeinstellungen, das Terminal oder das Kontrollzentrum anzeigen. Wer die lokale IP-Adresse oder die öffentliche IP-Adresse benötigt, findet beide Werte direkt im Betriebssystem – ganz ohne zusätzliche Software.
Im Folgenden erfahren Sie Schritt für Schritt, wie es bei macOS Tahoe, macOS Sequoia sowie älteren Versionen funktioniert.
Was ist eine IP-Adresse und wofür wird sie benötigt
Eine IP-Adresse ist die eindeutige Kennung eines Geräts in einem Netzwerk. Sie funktioniert ähnlich wie eine Hausadresse, denn über sie werden Datenpakete an das richtige Gerät zugestellt. Ohne diese Adresse könnten Router, Drucker oder andere Geräte im Heimnetzwerk nicht miteinander kommunizieren.
Auf dem Mac wird die IP-Adresse für verschiedene Aufgaben benötigt. Dazu zählen beispielsweise das Einrichten einer Portfreigabe, der Zugriff per Fernwartung, die Fehlersuche bei Verbindungsproblemen sowie das Konfigurieren von Netzwerkdruckern. Zudem ist die Adresse hilfreich, wenn Sie zwei Geräte im selben Netzwerk direkt miteinander verbinden möchten.
Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von IP-Adressen unterschieden: der privaten (lokalen) IP-Adresse und der öffentlichen (externen) IP-Adresse. Beide lassen sich auf dem Mac unterschiedlich ermitteln, weshalb im weiteren Verlauf beide Varianten ausführlich erklärt werden.
Privat oder öffentlich: Der Unterschied zwischen den IP-Adressen
Die private IP-Adresse wird dem Mac vom Router innerhalb des Heim- oder Firmennetzwerks zugewiesen. Sie ist ausschließlich innerhalb dieses Netzwerks sichtbar und beginnt üblicherweise mit 192.168.x.x, 10.x.x.x oder 172.16.x.x bis 172.31.x.x. Diese Adresse ändert sich in der Regel nur dann, wenn der Router neu gestartet wird oder eine neue IP-Vergabe per DHCP erfolgt.
Demgegenüber steht die öffentliche IP-Adresse, die vom Internetanbieter vergeben wird. Sie ist im gesamten Internet sichtbar und kennzeichnet den Anschluss nach außen. Deshalb wird diese Adresse etwa benötigt, wenn Sie von unterwegs auf ein Gerät zu Hause zugreifen möchten oder eine Portweiterleitung einrichten.
Wichtig zu wissen: Mehrere Geräte in einem Heimnetzwerk teilen sich üblicherweise dieselbe öffentliche IP-Adresse, besitzen jedoch jeweils eine eigene private IP-Adresse. Aus diesem Grund unterscheidet sich die Vorgehensweise, je nachdem, welche der beiden Adressen Sie ermitteln möchten.
Lokale IP-Adresse über die Systemeinstellungen finden
Der einfachste Weg, die private IP-Adresse zu finden, führt über die Systemeinstellungen. Diese Methode funktioniert bei macOS Tahoe, macOS Sequoia, macOS Sonoma und den meisten neueren Versionen nahezu identisch.
So gehen Sie vor:
- Klicken Sie oben links auf das Apple-Menü und wählen Sie „Systemeinstellungen“.
- Klicken Sie in der Seitenleiste auf „WLAN“, sofern Sie per WLAN verbunden sind, oder auf „Netzwerk“, wenn Sie ein LAN-Kabel verwenden.
- Klicken Sie bei WLAN zusätzlich auf die Info-Schaltfläche neben dem aktiven Netzwerk beziehungsweise bei „Netzwerk“ direkt auf die aktive Verbindung.
- Unter dem Reiter „TCP/IP“ finden Sie die Zeile „IPv4-Adresse“. Genau dort steht Ihre lokale IP-Adresse.
Alternativ zeigt bereits die Übersichtsseite unter „Netzwerk“ die aktuelle IP-Adresse direkt neben dem Verbindungsstatus an. Somit ist ein zusätzlicher Klick oft gar nicht nötig.
Bei älteren Versionen wie macOS Monterey, macOS Big Sur oder macOS Catalina heißt der Menüpunkt zwar noch „Systemeinstellungen“, jedoch ist die Oberfläche etwas anders aufgebaut. Dort klicken Sie auf „Netzwerk“, wählen links die aktive Verbindung aus und finden die IP-Adresse direkt im rechten Bereich des Fensters, ohne einen zusätzlichen Reiter öffnen zu müssen.
Lokale IP-Adresse über das Kontrollzentrum anzeigen
Seit macOS Big Sur existiert zudem das Kontrollzentrum in der Menüleiste, über das sich die IP-Adresse ebenfalls schnell einsehen lässt. Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn Sie nicht extra die Systemeinstellungen öffnen möchten.
So funktioniert es:
- Klicken Sie oben rechts in der Menüleiste auf das Symbol des Kontrollzentrums.
- Klicken Sie anschließend auf „WLAN“.
- Wählen Sie dort „WLAN-Einstellungen“ aus, wodurch Sie direkt zur passenden Netzwerkübersicht gelangen.
- Dort wird die aktuelle IP-Adresse Ihres Mac angezeigt.
Diese Methode führt letztlich zur gleichen Ansicht wie der Weg über die Systemeinstellungen, spart jedoch einen zusätzlichen Klick durch das Apple-Menü.
IP-Adresse über das Terminal herausfinden
Wer es lieber technisch mag oder die IP-Adresse per Skript automatisiert abfragen möchte, kann dies über das Terminal erledigen. Diese Methode funktioniert bei jeder macOS-Version zuverlässig und liefert das Ergebnis in Sekundenschnelle.
So öffnen Sie das Terminal:
- Öffnen Sie Spotlight über die Tastenkombination Befehl (⌘) + Leertaste.
- Geben Sie „Terminal“ ein und drücken Sie die Eingabetaste.
Sobald das Terminal-Fenster geöffnet ist, stehen Ihnen mehrere Befehle zur Auswahl:
Befehl für WLAN-Verbindungen:
ipconfig getifaddr en0
Befehl für LAN-Verbindungen per Kabel:
ipconfig getifaddr en1
Da die Bezeichnung der Netzwerkschnittstelle je nach Mac-Modell variieren kann, liefert folgender Befehl eine vollständige Übersicht aller aktiven Schnittstellen samt zugehöriger IP-Adressen:
ifconfig | grep "inet "
In der Ausgabe erscheinen mehrere Zeilen. Relevant ist üblicherweise die Zeile, die nicht mit 127.0.0.1 beginnt, da diese Adresse lediglich die interne Loopback-Adresse des Systems darstellt.
Zusätzlich lässt sich der Netzwerkname der aktiven Schnittstelle mit folgendem Befehl ermitteln, was besonders bei mehreren aktiven Verbindungen hilfreich ist:
networksetup -listallhardwareports
IP-Adresse über das Netzwerk-Dienstprogramm anzeigen
Früher ließ sich die IP-Adresse zusätzlich über das Netzwerk-Dienstprogramm einsehen, das unter „Programme“ > „Dienstprogramme“ zu finden war. Bei aktuellen macOS-Versionen ab macOS Big Sur wurde dieses Tool jedoch entfernt, weshalb es bei macOS Tahoe und macOS Sequoia nicht mehr zur Verfügung steht.
Nutzer älterer Systeme wie macOS Catalina oder macOS Mojave finden das Netzwerk-Dienstprogramm hingegen noch. Dort genügt ein Klick auf den Reiter „Info“, die Auswahl der aktiven Netzwerkschnittstelle sowie ein Blick auf die Zeile „IP-Adresse(n)“.
Da dieses Tool bei neueren Versionen fehlt, empfiehlt sich für macOS Tahoe und macOS Sequoia stattdessen der bereits beschriebene Weg über die Systemeinstellungen oder das Terminal.
Öffentliche IP-Adresse des Mac ermitteln
Die öffentliche IP-Adresse lässt sich, anders als die lokale Adresse, nicht direkt in den Mac-Einstellungen anzeigen. Stattdessen wird sie über eine externe Quelle abgefragt, da sie vom Internetanbieter zugewiesen wird und außerhalb des lokalen Netzwerks sichtbar ist.
Empfohlene Vorgehensweise über den Browser:
- Öffnen Sie Safari, Google Chrome oder einen anderen Browser Ihrer Wahl.
- Rufen Sie eine Webseite wie „whatismyip.com“ oder „wieistmeineip.de“ auf.
- Die Webseite zeigt Ihnen unmittelbar Ihre aktuelle öffentliche IP-Adresse an.
Alternative über das Terminal:
Wer die öffentliche IP-Adresse lieber direkt im Terminal abfragen möchte, kann folgenden Befehl nutzen:
curl ifconfig.me
Dieser Befehl sendet eine Anfrage an einen externen Dienst, der die öffentliche IP-Adresse als Textausgabe zurückliefert. Alternativ funktioniert ebenso der Befehl curl ipinfo.io/ip, der ein vergleichbares Ergebnis liefert.
Da sich die öffentliche IP-Adresse je nach Vertrag mit dem Internetanbieter regelmäßig ändern kann, empfiehlt es sich, diese bei Bedarf erneut abzufragen, statt sich auf einen einmal notierten Wert zu verlassen.
IPv4 und IPv6: Diese Unterschiede sollten Sie kennen
Auf dem Mac werden üblicherweise zwei unterschiedliche Adressformate angezeigt: IPv4 und IPv6. Beide Formate erfüllen denselben Zweck, unterscheiden sich jedoch deutlich im Aufbau.
Eine IPv4-Adresse besteht aus vier durch Punkte getrennten Zahlenblöcken, beispielsweise 192.168.1.15. Dieses Format wird seit den Anfängen des Internets verwendet, jedoch werden die verfügbaren Adressen zunehmend knapper.
Eine IPv6-Adresse hingegen besteht aus acht Blöcken mit Buchstaben und Zahlen, die durch Doppelpunkte getrennt werden. Dieses neuere Format bietet deutlich mehr verfügbare Adressen und wird von immer mehr Internetanbietern sowie Routern unterstützt.
In den Systemeinstellungen unter „Netzwerk“ werden häufig beide Adressformate gleichzeitig angezeigt. Für die meisten alltäglichen Aufgaben, etwa das Einrichten eines Netzwerkdruckers, genügt jedoch üblicherweise die IPv4-Adresse.
Statische IP-Adresse auf dem Mac einrichten
Standardmäßig weist der Router dem Mac automatisch eine IP-Adresse per DHCP zu, wodurch sich diese gelegentlich ändern kann. Wer stattdessen eine dauerhaft gleichbleibende Adresse benötigt, etwa für Portfreigaben oder Netzwerkfreigaben, kann eine statische IP-Adresse einrichten.
Anleitung für macOS Tahoe und macOS Sequoia:
- Öffnen Sie die Systemeinstellungen und klicken Sie auf „Netzwerk“.
- Wählen Sie die aktive Verbindung aus und klicken Sie auf „Details“.
- Klicken Sie auf den Reiter „TCP/IP“.
- Ändern Sie das Dropdown-Menü „IPv4 konfigurieren“ von „DHCP“ auf „Manuell“.
- Tragen Sie die gewünschte IP-Adresse, die Subnetzmaske sowie den Router ein.
- Bestätigen Sie die Eingabe mit einem Klick auf „OK“ und anschließend auf „Übernehmen“.
Wichtig ist dabei, dass die gewählte IP-Adresse außerhalb des DHCP-Bereichs des Routers liegt, da es andernfalls zu IP-Konflikten mit anderen Geräten kommen kann. Zudem empfiehlt es sich, den gewünschten IP-Bereich vorab in den Router-Einstellungen zu prüfen.
Häufige Probleme bei der Suche nach der IP-Adresse
Gelegentlich wird keine oder eine unerwartete IP-Adresse angezeigt. Nachfolgend finden Sie die häufigsten Ursachen sowie passende Lösungsansätze.
Adresse beginnt mit 169.254.x.x:
Diese sogenannte selbstzugewiesene IP-Adresse entsteht, wenn der Mac keine Verbindung zum Router beziehungsweise DHCP-Server herstellen kann. Häufig hilft ein Neustart des Routers sowie ein erneutes Verbinden mit dem WLAN-Netzwerk.
Keine IP-Adresse wird angezeigt:
In diesem Fall sollten Sie zunächst prüfen, ob das WLAN aktiviert ist beziehungsweise das Netzwerkkabel korrekt eingesteckt ist. Zusätzlich kann ein Deaktivieren und erneutes Aktivieren der Netzwerkschnittstelle über die Systemeinstellungen helfen.
Mehrere Netzwerkschnittstellen zeigen unterschiedliche Adressen:
Da moderne Mac-Modelle über WLAN, Ethernet sowie teilweise zusätzliche virtuelle Schnittstellen verfügen, ist es normal, dass mehrere IP-Adressen gleichzeitig existieren. Relevant ist üblicherweise nur die Adresse der aktiv genutzten Verbindung.
Sollten die genannten Lösungen nicht helfen, empfiehlt sich zusätzlich ein Blick in die DNS-Einstellungen sowie ein Zurücksetzen des Netzwerkstandorts über die Systemeinstellungen.
Häufige Fragen zur IP-Adresse auf dem Mac
Wie finde ich schnell meine IP-Adresse auf dem Mac?
Am schnellsten gelingt dies über das Kontrollzentrum in der Menüleiste. Klicken Sie dort auf „WLAN“ und anschließend auf „WLAN-Einstellungen“, um die aktuelle IP-Adresse direkt einzusehen.
Wo finde ich die IP-Adresse in den Systemeinstellungen?
Die IP-Adresse befindet sich unter „Systemeinstellungen“ > „Netzwerk“. Wählen Sie dort die aktive Verbindung aus und öffnen Sie den Reiter „TCP/IP“, um die vollständige Adresse zu sehen.
Wie lautet der Terminal-Befehl für die IP-Adresse?
Für WLAN-Verbindungen lautet der Befehl „ipconfig getifaddr en0“. Für kabelgebundene Verbindungen wird stattdessen häufig „ipconfig getifaddr en1“ verwendet.
Wie finde ich meine öffentliche IP-Adresse heraus?
Die öffentliche IP-Adresse lässt sich über Webseiten wie „whatismyip.com“ anzeigen. Alternativ liefert der Terminal-Befehl „curl ifconfig.me“ dasselbe Ergebnis direkt im Terminal.
Warum beginnt meine IP-Adresse mit 169.254?
Eine Adresse, die mit 169.254 beginnt, deutet darauf hin, dass keine Verbindung zum DHCP-Server des Routers hergestellt werden konnte. Ein Neustart des Routers sowie ein erneutes Verbinden mit dem Netzwerk lösen dieses Problem in den meisten Fällen.
Kann sich die IP-Adresse meines Mac ändern?
Ja, sofern der Mac die Adresse automatisch per DHCP bezieht, kann sich diese nach einem Neustart des Routers oder nach längerer Inaktivität ändern. Eine dauerhaft gleichbleibende Adresse lässt sich jedoch über eine statische IP-Konfiguration einrichten.
Was ist der Unterschied zwischen IPv4- und IPv6-Adresse?
Eine IPv4-Adresse besteht aus vier Zahlenblöcken, während eine IPv6-Adresse aus acht Blöcken mit Buchstaben und Zahlen besteht. Beide Formate erfüllen denselben Zweck, wobei IPv6 deutlich mehr verfügbare Adressen bietet.
Funktioniert das Netzwerk-Dienstprogramm noch bei macOS Tahoe?
Nein, das Netzwerk-Dienstprogramm wurde bereits ab macOS Big Sur entfernt und steht bei macOS Tahoe sowie macOS Sequoia nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen sollten Sie die Systemeinstellungen oder das Terminal nutzen.
Wie richte ich eine statische IP-Adresse ein?
Öffnen Sie „Systemeinstellungen“ > „Netzwerk“, wählen Sie die aktive Verbindung aus und stellen Sie unter „TCP/IP“ die Option „IPv4 konfigurieren“ auf „Manuell“ um. Anschließend tragen Sie die gewünschte Adresse manuell ein.
Fazit
Die IP-Adresse eines Mac lässt sich sowohl über die Systemeinstellungen als auch über das Terminal oder das Kontrollzentrum in wenigen Schritten anzeigen. Während die lokale Adresse direkt im System sichtbar ist, wird die öffentliche Adresse über externe Dienste ermittelt.
Zudem lässt sich bei Bedarf eine statische IP-Adresse einrichten, wodurch sich die Adresse dauerhaft nicht mehr automatisch ändert. Damit steht für nahezu jede Netzwerkaufgabe die passende Lösung zur Verfügung.
