Fritzbox nachts ausschalten oder anlassen? Einfach erklärt

Sollten Sie Ihre Fritzbox nachts ausschalten oder durchlaufen lassen? Erfahren Sie, welche Auswirkungen das auf Stromverbrauch, WLAN und Lebensdauer hat.

Fritzbox nachts ausschalten oder anlassen? Einfach erklärt
FRITZ!Box nachts: Ausschalten oder anlassen?

Die Fritzbox nachts auszuschalten spart Strom, verringert die Funkbelastung und erhöht die Sicherheit, ist bei modernen Geräten technisch unbedenklich. Allerdings unterbrechen Sie damit auch nächtliche Updates sowie smarte Geräte, die auf eine dauerhafte Verbindung angewiesen sind.

Deshalb lohnt sich meist eine automatische WLAN-Zeitschaltung statt eines kompletten Abschaltens.

Warum sich viele Nutzer diese Frage stellen

Fast jeder Haushalt in Deutschland besitzt heute eine Fritzbox, da das Gerät sowohl als Internetrouter als auch als Telefonanlage dient. Genau deshalb läuft es bei den meisten Menschen rund um die Uhr, obwohl es nachts kaum genutzt wird. Zudem achten immer mehr Verbraucher aufgrund gestiegener Strompreise auf ihre Energiekosten, sodass Dauerverbraucher wie der Router schnell ins Visier geraten.

Gerade weil die Fritzbox unauffällig im Flur oder Arbeitszimmer steht, denken viele Nutzer erst spät über deren Stromverbrauch nach, obwohl sich über das Jahr betrachtet durchaus ein spürbarer Betrag ansammelt.

Gleichzeitig kursieren im Internet widersprüchliche Meinungen zu diesem Thema. Manche Nutzer schwören auf das nächtliche Abschalten, andere warnen vor Nachteilen bei Updates oder Smart-Home-Geräten. Im Folgenden erhalten Sie deshalb eine sachliche Einordnung, damit Sie die für Ihren Haushalt passende Entscheidung treffen können.

Lohnt sich das nächtliche Ausschalten überhaupt?

Eine Fritzbox läuft im Dauerbetrieb rund um die Uhr und verbraucht dabei je nach Modell zwischen 5 und 20 Watt. Ältere oder leistungsstarke Modelle wie die Fritzbox 7590 liegen dabei eher am oberen Ende der Skala, während neuere, effizientere Geräte häufig weniger Energie benötigen. Zusätzlich kommen bei vielen Haushalten noch WLAN-Repeater hinzu, die im Schnitt 3 bis 6 Watt benötigen.

Hochgerechnet auf ein Jahr entstehen dadurch je nach Gerät zwischen 88 und 175 Kilowattstunden, was ungefähr 26 bis 52 Euro Stromkosten entspricht. Schalten Sie den Router beispielsweise sechs bis acht Stunden pro Nacht ab, sparen Sie dadurch üblicherweise zwischen 6 und 20 Euro im Jahr.

Bei zusätzlichen Repeatern kommen noch einmal einige Euro hinzu, sodass sich in Mehrpersonenhaushalten mit ausgedehntem Mesh-Netzwerk durchaus ein zweistelliger Betrag ansammeln kann.

Die Einsparung ist also spürbar, jedoch keineswegs riesig. Trotzdem lohnt sich der Aufwand für viele Haushalte, insbesondere wenn ohnehin kein nächtlicher Internetbedarf besteht. Zudem produziert ein dauerhaft laufender Router im Schnitt rund 53 Kilogramm Treibhausgase pro Jahr, sodass sich das Abschalten auch ökologisch auszahlt. Wer zusätzlich auf einen günstigen Nachtstromtarif setzt, sollte allerdings bedenken, dass sich die finanzielle Ersparnis dadurch weiter relativiert.

Vorteile des nächtlichen Ausschaltens

Neben der Kostenersparnis sprechen mehrere weitere Gründe für eine nächtliche Pause. Zunächst reduziert sich die elektromagnetische Strahlung im Schlafzimmer, was viele Nutzer als angenehm empfinden, auch wenn wissenschaftlich bislang kein eindeutiger Gesundheitsschaden durch WLAN-Strahlung im Normalbetrieb belegt ist.

Außerdem sinkt die Wärmeentwicklung im Gerät, was laut mehreren Quellen sogar schonender für die verbauten Bauteile sein kann als ein durchgehender Betrieb.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Sicherheit. Ist das WLAN-Funknetz nachts deaktiviert, können sich in dieser Zeit keine unbefugten Personen von außen einwählen. Somit schließen Sie ein potenzielles Einfallstor für Angriffe, ohne dafür zusätzliche Software oder Hardware zu benötigen. Besonders in dicht besiedelten Wohngebieten mit vielen erreichbaren Funknetzen kann dieser Aspekt durchaus relevant sein.

Zudem verlängert ein kompletter Neustart durch das Trennen vom Stromnetz gelegentlich die Stabilität der Verbindung. Der Arbeitsspeicher der Fritzbox wird dabei geleert, wodurch kleinere Softwarefehler, hängende Prozesse oder schleichende Verbindungsprobleme häufig von selbst verschwinden. Aus diesem Grund empfehlen manche Internetanbieter sogar ausdrücklich einen gelegentlichen Neustart des Routers.

Nicht zuletzt profitieren auch Kinder und Jugendliche von einer nächtlichen Internetpause. Ohne WLAN-Zugang lässt sich die Bildschirmzeit am Abend leichter begrenzen, da Smartphones, Tablets und Spielkonsolen ohne Netzverbindung deutlich unattraktiver werden.

Nachteile und was Sie beachten sollten

Allerdings bringt das nächtliche Abschalten auch einige Einschränkungen mit sich. Zunächst nutzen viele Hersteller die geringe Auslastung in der Nacht gezielt, um Firmware-Updates einzuspielen. Bleibt die Fritzbox aus, verschiebt sich die Installation solcher Updates auf den nächsten aktiven Zeitraum, wodurch sicherheitsrelevante Patches im schlimmsten Fall verzögert eingespielt werden.

Des Weiteren sind heute viele Geräte im Haushalt auf eine durchgehende Internetverbindung angewiesen. Dazu zählen beispielsweise Smart-Home-Systeme, smarte Steckdosen, Alarmanlagen, Heizungssteuerungen oder Überwachungskameras. Schalten Sie den Router komplett aus, funktionieren diese Systeme in dieser Zeit nicht mehr zuverlässig, was gerade bei Sicherheitskameras zu einem echten Problem werden kann.

Ebenso ist die Fritzbox bei vielen Anschlüssen gleichzeitig die Telefonanlage. Wird sie ausgeschaltet, sind weder eingehende Anrufe noch der Anrufbeantworter erreichbar. Wer also nachts telefonisch erreichbar sein muss, etwa aus beruflichen Gründen oder wegen pflegebedürftiger Angehöriger, sollte auf ein komplettes Abschalten verzichten.

Zusätzlich sollten Sie bedenken, dass ein häufiges vollständiges Trennen vom Strom nach Meinung mancher Experten den Verschleiß der Hardware auf lange Sicht erhöhen könnte. Belegt ist dieser Effekt bei modernen Geräten allerdings nicht eindeutig, da Router grundsätzlich für den Dauerbetrieb konstruiert sind.

Ferner kann bei manchen Kabelanschlüssen ein zu häufiger Neustart in seltenen Fällen zu einer erneuten Synchronisierung mit dem Provider-Netz führen, was kurzzeitig etwas länger dauert.

Komplett ausschalten oder nur das WLAN abschalten?

An dieser Stelle lohnt sich eine wichtige Unterscheidung, da beide Varianten unterschiedliche Auswirkungen haben.

KriteriumNur WLAN abschaltenKomplett vom Strom trennen
StromersparnisGering bis mittelAm höchsten
Telefonanlage nutzbarJaNein
LAN-Geräte erreichbarJaNein
Smart-Home-Geräte funktionierenMeist jaNein
Firmware-Updates möglichJaNein
EinrichtungAutomatisch per ZeitschaltungManuell per Netzstecker
WiedereinsatzbereitSofortBis zu 5 Minuten

Trennen Sie die Fritzbox vollständig vom Stromnetz, liegt auch die Internetverbindung, die Telefonie sowie das kabelgebundene Netzwerk komplett brach. Deaktivieren Sie hingegen nur das WLAN-Funknetz, bleiben Internetzugang, Telefonanlage und LAN-Anschlüsse weiterhin aktiv.

Für die meisten Haushalte ist deshalb das reine Abschalten des WLANs die sinnvollere Lösung. Dadurch sparen Sie zwar etwas weniger Strom als bei einer kompletten Trennung, erhalten jedoch alle wichtigen Funktionen wie Telefonie, Smart-Home-Anbindung und automatische Updates aufrecht.

Möchten Sie die Fritzbox dennoch komplett vom Netz trennen, ziehen Sie einfach den Netzstecker aus der Steckdose. Lassen Sie das Gerät anschließend für einige Minuten ausgesteckt, damit der Arbeitsspeicher vollständig geleert wird. Danach können Sie den Stecker wieder einstecken, wobei die Fritzbox anschließend bis zu fünf Minuten für den vollständigen Neustart benötigt, bis Internet, WLAN und Telefonie wieder zur Verfügung stehen.

WLAN-Zeitschaltung in der Fritzbox einrichten

Die komfortabelste Lösung bietet die integrierte Zeitschaltung der Fritzbox. Damit legen Sie fest, zu welchen Uhrzeiten das WLAN automatisch abgeschaltet und wieder aktiviert wird, ohne dass Sie jeden Abend manuell eingreifen müssen. Voraussetzung dafür ist, dass die Fritzbox mindestens einmal mit dem Internet verbunden war, damit sie über eine korrekte Uhrzeit verfügt. So gehen Sie vor:

  1. Öffnen Sie einen beliebigen Browser und rufen Sie die Adresse fritz.box auf.
  2. Melden Sie sich mit Ihrem Kennwort an der Benutzeroberfläche an.
  3. Klicken Sie im Menü links auf „WLAN“ und anschließend auf „Zeitschaltung“.
  4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Zeitschaltung für das WLAN-Funknetz verwenden“.
  5. Setzen Sie zusätzlich einen Haken bei „Das WLAN-Funknetz wird erst abgeschaltet, wenn kein WLAN-Gerät mehr aktiv ist“, damit laufende Verbindungen nicht abrupt unterbrochen werden.
  6. Wählen Sie „WLAN-Funknetz täglich abschalten“, wenn dieselbe Uhrzeit für alle Wochentage gelten soll. Alternativ wählen Sie „WLAN-Funknetz nach Zeitplan abschalten“, um für einzelne Wochentage unterschiedliche Zeiten festzulegen.
  7. Tragen Sie den gewünschten Zeitraum, beispielsweise 23:00 bis 6:00 Uhr, ein und klicken Sie abschließend auf „Übernehmen“.

Sobald die Zeitschaltung aktiv ist, schaltet die Fritzbox das WLAN-Funknetz künftig automatisch ab und wieder an. Zusätzlich können Sie das Funknetz jederzeit unabhängig davon manuell steuern, indem Sie kurz die WLAN-Taste am Gerät drücken. Alternativ funktioniert das über ein angeschlossenes Telefon mit dem Tastencode #961 zum Einschalten und #960 zum Ausschalten.

Nutzen Sie zusätzlich FRITZ!Repeater in einem Mesh-Verbund, überträgt die Fritzbox als Mesh Master die Zeitschaltungseinstellungen automatisch an alle verbundenen Repeater. So wird das WLAN nachts im gesamten Zuhause gleichzeitig deaktiviert, ohne dass Sie jedes Gerät einzeln konfigurieren müssen.

Möchten Sie in einem einzelnen als Mesh Repeater eingerichteten Gerät hingegen eine abweichende Zeitschaltung nutzen, etwa um das WLAN im Kinderzimmer früher abzuschalten, deaktivieren Sie dort zunächst die Einstellungsübernahme aus dem Mesh, bevor Sie eine eigene Zeitschaltung festlegen. Weitere Detailinformationen zu den jeweiligen Einstellmöglichkeiten bietet die offizielle Wissensdatenbank von AVM.

Besonderheiten je nach Anschlussart

Nicht jede Fritzbox verhält sich beim Ausschalten identisch, da die Anschlussart eine Rolle spielt. Bei einem DSL-Anschluss meldet sich die Fritzbox nach einem Neustart in der Regel innerhalb weniger Sekunden bis Minuten wieder bei der Vermittlungsstelle des Providers an. Bei einem Kabelanschluss hingegen kann die erneute Synchronisierung mit dem Kabelnetz gelegentlich etwas länger dauern, da hierbei zusätzliche Frequenzabgleiche stattfinden.

Bei einem Glasfaseranschluss verläuft der Neustart meist besonders schnell, da moderne Glasfasermodems in der Regel keine langwierige Einwahl benötigen. Unabhängig von der Anschlussart gilt jedoch: Ein gelegentlicher vollständiger Neustart schadet der Verbindung grundsätzlich nicht, sondern kann im Gegenteil sogar bestehende Verbindungsprobleme beheben.

Alternative: Steckdosen-Zeitschaltuhr für den kompletten Router

Wer die Fritzbox nicht nur beim WLAN, sondern komplett vom Strom trennen möchte, ohne jede Nacht selbst an den Stecker zu denken, kann alternativ eine handelsübliche Steckdosen-Zeitschaltuhr zwischen Netzteil und Steckdose setzen. Dabei sollten Sie allerdings die zuvor beschriebenen Nachteile beachten, da hierbei auch Telefonie, LAN-Anschlüsse und Smart-Home-Geräte komplett ausfallen.

Zudem empfiehlt es sich, ausreichend Pufferzeit einzuplanen, damit die Fritzbox nach dem automatischen Wiedereinschalten genügend Zeit für den vollständigen Neustart hat, bevor die ersten Geräte am Morgen wieder online gehen sollen. Eine Zeitschaltuhr eignet sich daher vor allem für Haushalte, die nachts wirklich keinerlei Internet- oder Telefonfunktion benötigen.

Typische Fehler bei der Einrichtung vermeiden

Bei der Einrichtung der Zeitschaltung passieren einige Fehler immer wieder, die sich jedoch leicht vermeiden lassen. Zunächst vergessen manche Nutzer, das Häkchen bei „Das WLAN-Funknetz wird erst abgeschaltet, wenn kein WLAN-Gerät mehr aktiv ist“ zu setzen. Dadurch wird eine laufende Verbindung, etwa ein Download oder ein Videoanruf, unter Umständen mitten in der Nutzung abrupt gekappt.

Ebenso wählen manche Nutzer versehentlich zu kurze Zeitfenster, sodass das WLAN morgens noch aus ist, obwohl bereits der Wecker klingelt und das erste Gerät genutzt werden soll. Planen Sie deshalb lieber etwas Puffer ein, insbesondere wenn unterschiedliche Familienmitglieder zu verschiedenen Zeiten aufstehen. Zudem sollten Sie nach dem Einrichten der Zeitschaltung testweise einen Tag abwarten, um zu prüfen, ob die gewählten Zeiten tatsächlich zum eigenen Alltag passen.

Ein weiterer häufiger Fehler betrifft Mesh-Netzwerke: Wird die Zeitschaltung ausschließlich am Mesh Master eingerichtet, gilt sie automatisch für alle Repeater. Nehmen Sie hingegen manuell Änderungen an einem einzelnen Repeater vor, ohne vorher die Einstellungsübernahme zu deaktivieren, werden diese beim nächsten Abgleich wieder überschrieben.

Für wen sich welche Lösung eignet

Je nach Wohnsituation und Nutzungsverhalten ergeben sich unterschiedliche empfohlene Vorgehensweisen:

  • Smart-Home-Nutzer: Deaktivieren Sie ausschließlich das WLAN per Zeitschaltung, damit LAN-gebundene Geräte sowie die Telefonanlage weiterhin funktionieren.
  • Strahlungsbewusste Haushalte: Nutzen Sie die WLAN-Zeitschaltung, um nachts eine funkarme Umgebung im Schlafzimmer zu schaffen, ohne auf Internet oder Telefonie zu verzichten.
  • Vielreisende oder Personen mit langer Abwesenheit: Trennen Sie die Fritzbox in diesem Fall komplett vom Strom, da während dieser Zeit ohnehin keine Erreichbarkeit notwendig ist.
  • Nutzer mit häufigen Verbindungsproblemen: Ziehen Sie gelegentlich den Netzstecker, damit der Arbeitsspeicher der Fritzbox geleert wird und sich die Verbindung stabilisiert.
  • Familien mit Kindern: Legen Sie feste Zeiten über die Zeitschaltung fest, um die abendliche Bildschirmzeit auf natürliche Weise zu begrenzen.
  • Nutzer mit hohem Sicherheitsbedürfnis: Kombinieren Sie die WLAN-Zeitschaltung zusätzlich mit einem starken WLAN-Kennwort sowie regelmäßigen Firmware-Updates über die Fritzbox-Oberfläche.

Insgesamt zeigt sich also, dass die pauschale Frage „ausschalten oder anlassen“ selten mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten ist. Stattdessen kommt es auf die individuellen Anforderungen im jeweiligen Haushalt an, weshalb sich ein kurzer Blick auf die eigene Nutzung meist lohnt. Wer unsicher ist, testet am besten zunächst eine moderate Zeitschaltung von wenigen Stunden und passt diese anschließend nach den eigenen Erfahrungen schrittweise an.

Häufig gestellte Fragen zum Ausschalten der Fritzbox

Wie viel Strom spart man, wenn man die Fritzbox nachts ausschaltet?

Je nach Modell und Ausschaltdauer liegt die Ersparnis meist zwischen 6 und 20 Euro pro Jahr. Bei zusätzlichen Repeatern kommen noch einige Euro hinzu, wobei der Gesamtbetrag insgesamt überschaubar bleibt.

Schadet häufiges Ein- und Ausschalten der Fritzbox?

Bei modernen Geräten ist kein nennenswerter Schaden zu erwarten, da Router grundsätzlich für den Dauerbetrieb ausgelegt sind. Dennoch vermeiden vorsichtige Nutzer ein zu häufiges vollständiges Trennen vom Strom und setzen stattdessen lieber auf die WLAN-Zeitschaltung.

Werden nächtliche Updates verpasst, wenn die Fritzbox ausgeschaltet ist?

Ja, ist die Fritzbox während des üblichen Update-Zeitfensters ausgeschaltet, verschiebt sich die Installation auf den nächsten aktiven Zeitraum. Deshalb empfiehlt es sich, gelegentlich manuell in der Benutzeroberfläche zu prüfen, ob ein neues FRITZ!OS zur Verfügung steht.

Funktioniert die Telefonanlage noch, wenn die Fritzbox ausgeschaltet ist?

Nein, ist die Fritzbox komplett vom Strom getrennt, sind weder eingehende Anrufe noch der Anrufbeantworter erreichbar. Deaktivieren Sie hingegen nur das WLAN-Funknetz, bleibt die Telefonfunktion vollständig erhalten.

Wie schalte ich nur das WLAN aus, ohne die Fritzbox komplett zu trennen?

Nutzen Sie dafür die integrierte Zeitschaltung im Menü „WLAN“ der Benutzeroberfläche unter fritz.box. Alternativ schalten Sie das WLAN jederzeit manuell über die WLAN-Taste am Gerät oder per Tastencode am angeschlossenen Telefon.

Wirkt sich das Ausschalten der Fritzbox auf Smart-Home-Geräte aus?

Ja, viele Smart-Home-Systeme, Kameras oder smarte Steckdosen benötigen eine durchgehende Internetverbindung, um zuverlässig zu funktionieren. Deshalb sollten solche Haushalte ausschließlich das WLAN-Funknetz zeitgesteuert abschalten, statt die Fritzbox komplett zu trennen.

Lohnt sich das Ausschalten der Fritzbox aus ökologischer Sicht?

Durchaus, da ein dauerhaft laufender Router durchschnittlich rund 53 Kilogramm Treibhausgase im Jahr verursacht. Wird das Gerät regelmäßig für einige Stunden abgeschaltet, reduziert sich dieser Wert entsprechend spürbar.

Wie lange dauert es, bis die Fritzbox nach dem Ausschalten wieder einsatzbereit ist?

Nach dem vollständigen Trennen vom Strom benötigt die Fritzbox in der Regel bis zu fünf Minuten, bis Internet, WLAN und Telefonie wieder vollständig zur Verfügung stehen. Bei einer reinen WLAN-Zeitschaltung entfällt diese Wartezeit vollständig.

Kann ich unterschiedliche Ausschaltzeiten für einzelne Wochentage festlegen?

Ja, wählen Sie in der Zeitschaltung die Option „WLAN-Funknetz nach Zeitplan abschalten“. Damit legen Sie für jeden Wochentag individuell fest, wann das WLAN-Funknetz aktiv oder deaktiviert sein soll.

Beeinflusst das Abschalten die Beziehung zum Internetanbieter?

Nein, ein gelegentliches Abschalten oder ein Neustart wirkt sich nicht negativ auf den Vertrag oder die Leitung aus. Manche Kabelanschlüsse benötigen nach einem Neustart lediglich kurz Zeit, um sich erneut mit dem Providernetz zu synchronisieren.

Fazit

Ob Sie die Fritzbox nachts ausschalten oder anlassen, hängt letztlich von Ihrem persönlichen Nutzungsverhalten ab. Für die meisten Haushalte ist eine automatische WLAN-Zeitschaltung die sinnvollste Lösung, da sie Strom spart und gleichzeitig Telefonie, Smart-Home-Geräte sowie Updates nicht beeinträchtigt.

Ein vollständiges Abschalten per Netzstecker eignet sich dagegen eher bei längerer Abwesenheit oder gelegentlichen Verbindungsproblemen. So kombinieren Sie Komfort, Sicherheit und Energieeinsparung, ohne auf wichtige Funktionen verzichten zu müssen.

Mario
Mario

Mario schreibt auf bestepraxistipps.de über Technik, Mobile, Computer und digitale Alltagsthemen. Sein Ziel: komplexe Themen so erklären, dass Leser sofort damit weiterkommen.