
Skype gibt es nicht mehr. Zumindest nicht in der Form, die die meisten kennen. Am 5. Mai 2025 hat Microsoft Skype eingestellt – sowohl für kostenlose als auch für kostenpflichtige Nutzer.
Wer trotzdem sein Konto endgültig loswerden will – zum Beispiel aus Datenschutzgründen oder weil man das Microsoft-Konto komplett aufräumen möchte –, der muss ein paar Dinge wissen, bevor er auf „Löschen“ klickt.
Was Skype-Konto löschen wirklich bedeutet
Das ist der Punkt, an dem viele stolpern.
Um ein Skype-Konto zu löschen, müssen Sie Ihr gesamtes Microsoft-Konto löschen – denn Skype ist seit Jahren ein fester Bestandteil dieses Kontos und kein eigenständiger Dienst mehr. Das bedeutet: Outlook-Postfach, OneDrive-Dateien, Xbox-Spielstände, Microsoft 365-Zugang – alles weg. Wer also nur Skype loswerden, aber den Rest behalten will, hat ein Problem. Dazu gleich mehr.
Vor dem Löschen: Das sollten Sie erledigen
Ehrlich gesagt ist dieser Schritt wichtiger als die eigentliche Löschung. Wer hier schlampt, ärgert sich hinterher.
Kündigen Sie alle Skype-Abonnements rechtzeitig, damit Ihnen keine weiteren Kosten entstehen – auch wenn Sie Skype nicht aktiv nutzen, können automatisch Gebühren anfallen. Verbrauchen oder sichern Sie außerdem Ihr Skype-Guthaben, da es nach der Löschung nicht mehr zugänglich ist. Und speichern Sie wichtige Daten aus Outlook, OneDrive und anderen Microsoft-Diensten, bevor Sie den letzten Schritt gehen.
Kurz gesagt: Erst sichern, dann löschen.
Microsoft-Konto schließen – Schritt für Schritt
Die Kontoschließung läuft über die offizielle Microsoft-Konto-Website ab. So geht’s:
- Gehen Sie auf account.microsoft.com und melden Sie sich an.
- Navigieren Sie zu Sicherheit → Weitere Sicherheitsoptionen.
- Scrollen Sie ganz nach unten zu Konto schließen.
- Microsoft führt Sie durch eine Identitätsprüfung – meist per Code an Ihre hinterlegte E-Mail oder Handynummer.
- Lesen Sie alle Hinweise sorgfältig durch und setzen Sie auf der folgenden Seite überall ein Häkchen.
- Wählen Sie einen Grund für die Schließung aus.
- Klicken Sie auf Als zu schließendes Konto markieren.
Nach der Beantragung gilt eine Wartezeit von 30 bis 60 Tagen – in diesem Zeitraum ist das Konto eingefroren, aber noch nicht endgültig gelöscht. Falls Sie es sich anders überlegen, können Sie sich innerhalb dieser Frist einfach wieder einloggen und den Vorgang abbrechen.
Wenn Sie das Microsoft-Konto behalten wollen
Das ist der häufigste Fall. Man will Skype weg, aber Outlook oder OneDrive braucht man noch.
Dann gibt es eine sinnvolle Alternative: Sie können Ihr Skype-Profil unsichtbar schalten, sodass es nicht mehr im Skype-Verzeichnis erscheint und Sie nicht mehr gefunden werden können. Melden Sie sich dafür bei skype.com an, klicken Sie oben links auf Ihr Profilbild, scrollen Sie zu den Profileinstellungen und deaktivieren Sie das Kästchen „In Suchergebnissen und Vorschlägen anzeigen“.
Das reicht oft schon. Das Konto existiert zwar noch technisch, aber niemand kann Sie mehr finden oder kontaktieren.
Altes Skype-Konto ohne Microsoft-Verknüpfung
Das betrifft vor allem Nutzer, die ihr Konto schon vor vielen Jahren angelegt haben.
Falls Sie noch ein altes Skype-Konto besitzen, das nicht mit einem Microsoft-Konto verknüpft ist, müssen Sie dieses zuerst verbinden, bevor Sie es löschen können. Gehen Sie dazu auf Ihren Microsoft Account, melden Sie sich ab und loggen Sie sich anschließend mit Ihren Skype-Zugangsdaten ein. Sie erhalten dann eine Aufforderung zur Kontoverknüpfung.
Danach können Sie wie oben beschrieben weiter vorgehen.
Skype auf dem Smartphone entfernen
Wer einfach nur die App loswerden will – ohne das Konto zu löschen – kann das natürlich jederzeit tun. Die App deinstallieren reicht dafür vollständig.
Wer das Konto aber auch mobil schließen möchte: Öffnen Sie die Skype-App, tippen Sie auf Ihr Profilbild und dann auf das Zahnrad-Symbol für die Einstellungen. Wählen Sie dort „Konto und Profil“ – ab hier ist der Vorgang identisch mit der Desktop-Version.
Was Skype-Nutzer jetzt wirklich brauchen
Da Skype seit Mai 2025 Geschichte ist, stellt sich die Frage: Womit weiter?
Microsoft empfiehlt den Wechsel zu Microsoft Teams Free, das kostenlos verfügbar ist und viele der bekannten Skype-Funktionen mitbringt. Wer Teams nicht möchte, ist mit WhatsApp, Signal oder FaceTime (Apple-Geräte) gut bedient. Für reine Video-Calls im beruflichen Umfeld hat sich Zoom durchgesetzt.
Das Abschied nehmen von Skype fällt manchen schwer – das war über Jahre das Standardprogramm für Internettelefonie. Aber ehrlich gesagt: Die Konkurrenz hat Skype längst überholt, und der Wechsel lohnt sich.
