
Sony hat Ende 2023 die PlayStation 5 Slim auf den Markt gebracht – als direkten Nachfolger der originalen PS5 von 2020. Wer heute eine neue Konsole kauft, bekommt fast überall automatisch die Slim-Version. Das Originalmodell wird kaum noch produziert.
Die Frage ist also eigentlich eine andere: Wer noch eine alte PS5 hat oder gebraucht kaufen möchte, muss wissen, was sich wirklich verändert hat – und was nicht.
Das Design: kompakter, aber nicht unbedingt schöner
Die PS5 Slim ist rund 30 Prozent kleiner und leichter als das Originalmodell. Das macht sich im Alltag bemerkbar – vor allem, wenn der Platz im TV-Schrank knapp ist oder die Konsole auf dem Schreibtisch stehen soll.
Die Seitenplatten sind bei der Slim zweigeteilt – ein schwarzer Zierstreifen trennt sie diagonal. Außerdem hat die neue Version ein mattes Finish, das weniger anfällig für Fingerabdrücke ist. Austauschbare Farbcover in anderen Farben gibt es allerdings nur noch für das Originalmodell.
Das ist ein kleiner Wermutstropfen für alle, die ihre Konsole optisch individualisieren wollten.
Maße und Gewicht im Direktvergleich
Hier lohnt sich ein kurzer Blick auf die nackten Zahlen:
| Modell | Maße (mit Laufwerk) | Gewicht |
|---|---|---|
| PS5 (2020) | 390 × 104 × 260 mm | bis zu 4,5 kg |
| PS5 Slim (2023) | 358 × 96 × 216 mm | 3,2 kg |
Die normalen PS5 Digital kam auf 390 × 96 × 260 mm bei 3,4 bis 3,9 kg. Kurz gesagt: Die Slim ist in allen Dimensionen kleiner und leichter. Das liegt vor allem am überarbeiteten Kühlsystem im Inneren.
Das Laufwerk: flexibler als beim Original
Hier liegt einer der wichtigsten Unterschiede. Die klassische PlayStation 5 bietet ein integriertes Blu-ray-Laufwerk, die Digital Edition überhaupt keines. Bei der PS5 Slim ist das flexibler gelöst – das Laufwerk kann nachträglich dazugekauft und auch wieder abmontiert werden.
Bei der PS5 Slim Digital Edition lässt sich das Laufwerk also bei Bedarf nachrüsten – bei der ursprünglichen PS5 Digital Edition war das nicht möglich. Das ist ein echtes Upgrade. Wer sich beim Kauf noch nicht sicher ist, ob er Discs braucht, hat mit der Slim mehr Spielraum.
Das separat erhältliche Sony Disc-Laufwerk kostet rund 100 Euro und spielt übrigens auch PS4-Spiele ab.
Speicher: mehr Platz ab Werk
Die originale PS5 von 2020 hatte 825 GB Speicherplatz, davon waren rund 600 GB nutzbar. Die PS5 Slim kommt mit 1 TB – davon stehen ungefähr 800 GB zur Verfügung.
Das reicht für ein paar mehr Spiele. Ehrlich gesagt füllt sich auch 1 TB schnell, wenn man aktuelle Titel wie „Call of Duty“ oder „Gran Turismo 7″ installiert. Beide Modelle lassen sich aber mit einer M.2-SSD erweitern – das ist die bessere Lösung, wenn man wirklich viel Speicher braucht.
Anschlüsse: ein kleiner Unterschied vorne
Auf der Vorderseite der PS5 Slim befinden sich zwei USB-C-Anschlüsse. Die normale PS5 hatte dort einen USB-A- und einen USB-C-Anschluss. Auf der Rückseite sind beide Konsolen identisch: je zwei USB-A-Anschlüsse, eine Ethernet-Buchse und ein HDMI-Anschluss.
Für die meisten Nutzer macht das keinen großen Unterschied. Wer aber älteres Zubehör mit USB-A vorne anschließen will, braucht bei der Slim einen Adapter.
Leistung: identisch – kein Grund zur Sorge
Das beruhigt viele: Framerate, Auflösung und die restliche technische Ausstattung bleiben beim Slim-Modell identisch zum Original. Prozessor und Arbeitsspeicher sind in beiden Varianten gleich. Beide setzen auf denselben AMD Zen 2 Prozessor und die RDNA-2-GPU. 4K-Gaming, Raytracing, 120 Hz – alles wie gehabt.
Wer hofft, mit der Slim irgendwie schnellere Ladezeiten oder bessere Grafik zu bekommen: Das gibt es erst bei der PS5 Pro.
Standfuß und Zubehör – kleiner Haken
Bei der PS5 ist der Standfuß im Lieferumfang enthalten, sodass man die Konsole hochkant hinstellen kann. Bei der PS5 Slim ist das nicht der Fall – der Standfuß muss für 29,99 Euro separat gekauft werden. Der alte Standfuß der PS5 passt aufgrund des schlankeren Designs nicht.
Das ist ein bisschen ärgerlich. Wer die Konsole hochkant aufstellen möchte – und das sieht deutlich besser aus –, muss beim Slim-Modell extra zahlen. Das sollte man beim Preisvergleich einrechnen.
Preise 2026 – und warum sie gerade gestiegen sind
Das ist ein Thema, das man 2026 nicht übergehen kann. Sony hat zum 2. April 2026 die unverbindlichen Preisempfehlungen für alle PS5-Modelle um jeweils 100 Euro angehoben – als Begründung nennt Sony den anhaltenden Druck auf die Weltwirtschaft, konkret die gestiegenen Kosten für DRAM und SSDs durch den KI-Hardwareboom.
Die aktuellen offiziellen Preise:
| Modell | UVP (ab April 2026) |
|---|---|
| PS5 Slim Digital Edition | 599,99 € |
| PS5 Slim mit Disc-Laufwerk | 649,99 € |
| PS5 Pro | 899,99 € |
| Sony Disc-Laufwerk (separat) | ca. 119,99 € |
| Standfuß (separat) | 29,99 € |
Ehrlich gesagt ist das ein happiger Aufschlag. Zum Vergleich: Die ursprüngliche PS5 startete 2020 noch bei 499,99 Euro für die Version mit Laufwerk. Inzwischen zahlt man für die Slim mit Laufwerk 150 Euro mehr – bei identischer Spieleleistung.
Bei Händlern wie Media Markt oder Amazon findet man die Slim teilweise noch etwas günstiger als die UVP, aber die alten Tiefpreise von 2025 sind erst mal Geschichte. Wer eine gebraucht kauft, sollte das ebenfalls einkalkulieren – auch Gebrauchtpreise sind durch die Erhöhung gestiegen.
Welches Modell lohnt sich 2026 noch?
Die originale PS5 von 2020 ist inzwischen kaum noch neu zu bekommen. Wer heute kauft, bekommt die Slim – und das ist in Ordnung. Sie ist leichter, flexibler beim Laufwerk und hat mehr Speicher ab Werk.
Wer gebraucht kauft und eine ältere PS5 zum günstigen Preis findet, muss auf nichts Spielerisches verzichten. Die Leistung ist identisch. Einzig das unflexible Laufwerk und der etwas sperrige Formfaktor sprechen langfristig eher für die Slim.
Und wer ernsthaft über die PS5 Pro nachdenkt: Die kostet deutlich mehr, liefert aber spürbar bessere Grafik – das ist eine andere Kategorie.
