Erfahren Sie, wie Sie in WhatsApp Wörter fett, kursiv oder durchgestrichen schreiben – auf Android, iPhone, am PC und in WhatsApp Web mit Sonderzeichen.

Die meisten Leute tippen ihre WhatsApp-Nachrichten einfach runter und schicken sie ab. Dass man Texte dabei auch formatieren kann – fett, kursiv, durchgestrichen – wissen erstaunlich wenige.
Dabei ist es wirklich simpel, wenn man einmal weiß, wie es geht.
Warum überhaupt formatieren?
Kurz gesagt: Weil es einen Unterschied macht. In langen Gruppenchats gehen wichtige Infos schnell unter. Wer einen Treffpunkt, eine Uhrzeit oder eine Aufgabe fett hervorhebt, sorgt dafür, dass die Botschaft auch wirklich ankommt. Durchgestrichener Text eignet sich gut, um etwas zu korrigieren ohne die alte Version zu löschen – das kennt man aus Texteditoren, funktioniert in WhatsApp aber genauso gut.
Und ehrlich gesagt: Es macht Nachrichten einfach lesbarer.
Die zwei Wege zur Formatierung
WhatsApp bietet grundsätzlich zwei Methoden: entweder man setzt beim Schreiben bestimmte Sonderzeichen direkt um den Text, oder man markiert den Text nachträglich und wählt die Formatierung über ein Menü aus. Beide Wege führen zum gleichen Ergebnis – welcher schneller geht, hängt vom persönlichen Tippstil ab.
Fett schreiben mit dem Sternchen
Das Zeichen für fetten Text ist das Sternchen *. Es kommt direkt vor und nach dem Wort oder dem Satz – ohne Leerzeichen dazwischen.
Eingabe: *Wichtige Info*
Ergebnis: Wichtige Info
Das Sternchen findet sich auf jeder Smartphone-Tastatur unter den Sonderzeichen. Wichtig: Kein Leerzeichen zwischen Sternchen und Text, sonst funktioniert die Formatierung nicht.
Kursiv schreiben mit dem Unterstrich
Für kursive Schrift verwendet man den Unterstrich _. Auch hier gilt: direkt vor und nach dem Text, kein Leerzeichen.
Eingabe: _Termin nicht vergessen_
Ergebnis: Termin nicht vergessen
Kursiv wirkt etwas dezenter als Fettdruck. Das passt gut für Hinweise oder Erklärungen, die man betonen, aber nicht zu stark hervorheben will.
Text durchstreichen mit der Tilde
Die Tilde ~ ist das Zeichen fürs Durchstreichen. Sie sieht aus wie eine kleine Wellenlinie und steckt auf den meisten Tastaturen ebenfalls im Sonderzeichenbereich.
Eingabe: ~alte Adresse~
Ergebnis: alte Adresse
Das ist besonders praktisch in Gruppen, wenn sich Informationen geändert haben. Statt die Nachricht zu löschen, streicht man den alten Stand einfach durch und ergänzt die neue Info dahinter.
Monospace – die vierte Formatierung
Weniger bekannt, aber durchaus nützlich: die Monospace-Schrift, auch Schreibmaschinenschrift genannt. Dabei hat jedes Zeichen dieselbe Breite, was sich gut für Codes, Passwörter oder technische Angaben eignet.
Das Zeichen dafür ist der sogenannte Gravis ` – drei davon vor und nach dem Text.
Eingabe: ```WLAN-Passwort123```
Ergebnis: Text erscheint in gleichmäßiger Schreibmaschinenschrift.
Das reicht für die meisten Anwendungsfälle schon vollkommen aus.
Formatierung per Kontextmenü – ohne Sonderzeichen
Wem das Suchen nach Sternchen und Tilden zu umständlich ist, der nutzt einfach das eingebaute Menü. Seit einem neueren Update erscheint beim Markieren von Text direkt eine kleine Formatierungsleiste – das geht deutlich schneller.
Auf Android:
- Text ins Eingabefeld tippen
- Wort oder Satz lange gedrückt halten bis es markiert ist
- Im erscheinenden Menü Fett, Kursiv oder auf die drei Punkte tippen für Durchgestrichen und Monospace
Auf dem iPhone (iOS):
- Text eingeben und gedrückt halten oder doppelt antippen
- Im Auswahlmenü auf BIU tippen
- Gewünschte Formatierung auswählen: Fett, Kursiv, Durchgestrichen oder Monospace
Ich sehe das regelmäßig bei Leuten, die WhatsApp viel nutzen: Das Kontextmenü kennen die wenigsten, obwohl es eigentlich die bequemere Methode ist.
Formatierungen kombinieren
Ja, das geht auch. Fett und kursiv gleichzeitig? Kein Problem – einfach beide Zeichen kombinieren.
Eingabe: *_sehr wichtig_*
Ergebnis: Text erscheint fett und kursiv zugleich
Und das funktioniert auf allen Plattformen gleich: Android, iPhone, WhatsApp Web und der Desktop-App. Der Empfänger sieht die Formatierung auf seinem Gerät genauso – vorausgesetzt, er nutzt eine aktuelle WhatsApp-Version.
Was WhatsApp nicht kann
Eine Sache, die immer wieder gefragt wird: Unterstreichen. Das geht in WhatsApp schlicht nicht – und wird es wohl auch nie geben. Der Grund ist technischer Natur: Im Internet signalisiert unterstrichener Text fast überall einen klickbaren Link. Das würde in Nachrichten für Verwirrung sorgen.
Auch eigene Schriftarten lassen sich nicht direkt in der App auswählen. Wer exotische Schriften möchte, müsste den Text extern in einem Generator wie LingoJam oder CoolSymbol erstellen und dann in WhatsApp einfügen. Das funktioniert, ist aber eher ein Nischentrick für spezielle Fälle.
Eine Übersicht der Formatierungssymbole
| Formatierung | Zeichen | Beispieleingabe | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Fett | * | *Wort* | Wort |
| Kursiv | _ | _Wort_ | Wort |
| Durchgestrichen | ~ | ~Wort~ | |
| Monospace | ``` | ```Wort``` | Schreibmaschinenschrift |
Das sind die vier Formatierungen, die WhatsApp offiziell unterstützt. Für den Alltag – ob private Nachrichten, Gruppen oder WhatsApp Business – reicht das in den meisten Situationen locker aus. Wer einmal damit anfängt, möchte es nicht mehr missen.
